luxeriös

luxeriös luxus Ich erwachte. Fand ein Teil in mir. Stand auf. Trank ein Glas Wasser. Betrachtete mich. Staunte über mich. Ging mit dem Hund. Frühstückte. Arbeitete. Teilte. Bekam. Gab. Mittagessen. Wie schön Sie ist. Ging mit dem Hund. Arbeitete. Abendessen. Sofa. Zähneputzen. Legte mich schlafen. Mit ihr. Immer wieder und wieder einen Tag im selben …

einheitlich

einheitlich gleichung Jesus verspricht es. Ikarus tat es. Hesse beschreibt es. Jede Mutter kennt es. Ich weiß es. Buchhalter verstehen es: Ohne Soll, kein Haben. Ohne Haben, kein Verlust. Ohne Verlust, kein Fallen. Ohne Fallen, kein Aufgefangen-werden. Ohne Aufgefangen-werden, keine Entäußerung von sich selbst. Ohne Entäußerung von sich selbst, keine Kenntnisnahme von sich selbst. Ohne …

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Was, was, was ist das, holpert kindlich Sprache tief in mir. Unter der Kuppeldecke schwebende, leichteste höhenrauschende geflügelte Fabelwesen oder apnoetauchende sinkende, schwerst tauchtiefenversunkende Urfische? Wohl eher begriff lose Sehnsucher. Unseres Sehnsuchtsortes. Unseres Straßencafés. Unseres Seins. Unseres Wollens. Unseres Werdens. Unseres Reifens. Unseres Vergehens. Unseres Begegnens. Unseres Fragens. Ineinander aufgelöste Selbste. Membranisierte Kuppelwesen. 3 zurückblättern …

verliebt

verliebt Straßencafe Ich bin in dieser Nacht mit Dir gereist und es war schön mit Dir. Der intime Moment, dort im Straßencafé. Die, aus der Hingabe an uns, an das entzweckte, entführte, entdeckte, ziellos treibende, hier- und eben nicht da-seiende Existieren, ja die über uns gespannte kathedralen-hafte Kuppel, diese unscheinbar, scheinbar grenzenlos dehnbare und doch …

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In einer Fortschritt verheißenden Dauerschleife. Hier die ältere, etwas ungepflegte Frau mir direkt gegenüber. Laptop aufladend, mir nicht Einsehbares schreibend. Dort die immer größer werdende Gruppe klangvoll sich begrüßender, fremd anmutender junger Menschen eine Ebene über uns. Gepflegt. Jetzt hier. Dort oben Zukunft. Neben mir das junge Pärchen, aufgelöst im sozial-medialen Sein. Ich konnte viele …

konsumierend

konsumierend Fortwährend Wir konnten viele sein. Verlassen. Verloren. Gefunden. Gegenüber sitzend und doch fremd. Wir nannten es zufällig. Beschäftigt zu sein, war einer jener wesentlichen Bestandteile ihres Daseins. Es erfüllte. Beruhigte. Beschäftigt zu sein, war wie Rolltreppen fahren. Von Ebene zu Ebene. Mancher begann sogar, auf den Bändern zu laufen. Ungeduldig. Immer höher. Immer weiter. …

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Höre das Klicken der Liebesschlösser aneinandergereiht, zur Symphonie aus Träumen, Hoffnungen und Werdendem. “Hier”. Jetzt bin ich angekommen. Verstehe die Endlichkeit der Reise. Den verborgenen Charme des Täglichen, im Wahrnehmen des Einmaligen. Endgültigen. Wie gut, es zu empfinden. Jetzt und hier. Höre noch “Wir verabschieden uns von den Reisenden, die hier aussteigen.” und mache mich …

klar

klar endstation Wie es noch einmal kaum merklich und ganz sanft ruckelt. Hatte es Ihnen denn wirklich niemand glaubhaft vermitteln können? “Dieser Zug endet hier.” Musik im Ohr. Blick aus dem Abteilfenster. Ja, da war die Brücke über den Rhein und ja, das Ziel lag auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Staunend verliert sich mein …

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Apropos Erwartungen. Das ist ja auch etwas so Menschliches. Und doch habe ich für mich herausgefunden, dass es eben diese Art des Empfindens ist, die vor all der uns umgebenden Traurigkeit steht. Unerfüllte Erwartungen sind Hebammen der Traurigkeit. Und ja es ist gut, dass du geliebt werden willst und ja es ist auch eine Erwartungshaltung. …

traurig

traurig Traurigkeit Ich mag auch keine Traurigkeit und doch schätze ich diese Tugend, diesen Zustand meines Gemütes sehr. Ist doch Traurigkeit, ebenso wie die Freude, der Gleichgültigkeit gegenüber gelegen. Ich nenne Traurigkeit auch gern die kleine Pause unserer Erwartungen. Und ich schätze an ihr besonders ihren ursprünglichen Charakter: Traurigkeit zu fühlen, bedeutet ehrlich zu sich …